Was ist die freie Probebühne im Gängeviertel?

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

WIEDERERÖFFNUNG DER PROBEBÜHNE 

SANIERTER PROBERAUM  IN DER FABRIQUE

_DSC0017

Wir freuen uns, mit den anderen Initiativen die Fabrique im Gängeviertel wieder zu beleben und der freien Szene einen zentralen, schönen und erschwinglichen Probenraum zur Verfügung stellen zu können!

Bei Interesse und Nutzungsanfragen könnt ihr euch unter Probenräume/Probendispo über die Nutzungsbedingungen informieren.  

Kontakt: probebuehne(at)das-gaengeviertel.info

Diese Diashow benötigt JavaScript.

GrundrissProbebühneGVII

______________________________________________________

Ja! Aber.

Positionierung der Probebühne im Gängeviertel e.V. zum Erhalt der Basisförderung der Kulturbehörde Hamburg für die Spielzeit 15/16

Wir freuen uns, dass die Probebühne im Gängeviertel für die ersten elf Monate nach der Sanierung die einmalige Basisförderung der Kulturbehörde HH in Höhe von 20.000€ für die kommende Spielzeit 2015/16 erhält! Damit können vor allem die nach der Sanierung anfallenden Mieten für den offenen Proberaum bezuschusst sowie Technik- und Verwaltungskosten finanziert werden. Somit ist das Fortbestehen der Probebühne auch nach der Sanierung zunächst einmal gesichert und wir können der freien Theater- und Performance einen zentralen, kostengünstigen und gut ausgestatteten Proberaum im Herzen des Gängeviertels anbieten!

Zum Stand der Dinge und zur Entscheidung der diesjährigen Jury möchten wir informieren und Position beziehen: Seit ca. anderthalb Jahren sind wir mit der Kulturbehörde zur langfristigen Förderung der Probebühne im Gängeviertel im Gespräch. Auf Anraten haben wir uns auf die einmalige Basisförderung beworben, da es derzeit von Seiten der Kulturbehörde keine Möglichkeiten gibt, die Probebühne finanziell langfristig gesichert zu unterstützen. Dies haben wir nur sehr zögerlich getan, da die Basisförderung der Ausschreibung nach für die Strukturförderung einzelner Künstler_innen und Gruppen und nicht für die allgemeine Strukturförderung der freien Szene gedacht ist. Wir haben uns dennoch für die Bewerbung entschieden, da das Risiko, nach der Sanierung des Gängeviertel die Probebühne für die freie Szene zu verlieren, unserer Einschätzung nach zu groß war. Unsere Bedenken haben sich nun mit dem positiven Entscheid leider noch verstärkt, denn dass die Basisförderung tatsächlich aus den Produktionsgeldern genommen wird, war für uns – und wie wir nun festgestellt haben, auch für vielen andere Vertreter_innen der freien Szene – nicht transparent. Die Förderergebnisse zeigen jedoch deutlich, dass es weder einen eigenen Topf für die Struktur- und Basisförderung einzelner Künstler_innen, Gruppen oder Initiativen gibt, noch festgelegt ist, wie hoch der Anteil der Basisförderungen aus den insgesamt 625.000€/Jahr Produktionsförderung für Kinder- und Jugendtheater, Tanztheater, Performance, Sprech- und Musiktheater ausfallen darf (Siehe: http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/4440326/freies-theater/  )

Wir fordern deshalb von Kulturpolitik und Kulturbehörde, einen eigenen Topf für die Struktur- und Basisförderung der freien Szene einzurichten, aus dem Mietzuschüsse, Proberäume, Austauschformate und kontinuierliche Grundlagenarbeit von Hamburger Gruppen, Initiativen und Einzelkünstler_innen finanziert werden können! Um dies zu realisieren, fordern wir, dass 100% der Einnahmen aus der 2012 eingeführten Citytax (Einnahmen aus Hotelübernachtungen in HH) für die Kunst- und Kulturförderung verwendet und nicht weiterhin für die Subvention von Tourismus, Marketing und Mega-Events eingesetzt werden! Mit diesen Geldern könnte man sowohl die Projektförderung für freies Theater, Tanz und Performance erhöhen und aus den diesjährig 125 Bewerbungen mehr als nur 39 Projekte in 12 Monaten fördern. Darüber hinaus wäre aus diesen zusätzlichen Mitteln ein eigener Topf für Basis- und Strukturförderungen endlich möglich. Diese Umverteilung der Citytax-Einnahmen ist seit langem eine Forderung der freien Kunstler_innen in Hamburg und wurde bei der kulturpolitischen Elefantenrunde am 15. Februar 2015 zu unserer Freude von Andreas Wankum (CDU), Christa Goetsch (Die Grünen) und Norbert Hackbusch (Die Linke) ausdrücklich begrüßt.

Die Verteilung des Etats für Projektförderung in der Spielzeit 15/16 mit drei Basisförderungen und der Förderung von zwei kleinen Festivals (zusätzlich zur Festivalförderung, die zur Spielzeit 2014/15 für 3 Spielzeiten neu aufgestellt und ausgeschrieben wurde) zeigt deutlich, wie undifferenziert und unterfinanziert die derzeitige Fördersituation ist: Es scheint, als sei die Projektförderung zum ‚Notfallbudget‘ der Kulturbehörde für wichtige Strukturprojekte der freien Szene in Hamburg degradiert worden. Wir brauchen jedoch einen solide aufgestellten Finanzhaushalt, der es der Kulturbehörde ermöglicht, langfristig und aktiv die Künstlerinnen und Künstler in dieser Stadt in ihrer Kulturarbeit zu unterstützen und zu fördern!

Wir wünschen uns für diese Forderungen, die seit langem eine breite Zustimmung in der freien Szene haben, Unterstützung durch Politik und Kulturbehörde! Ein öffentliches Statement der diesjährigen Jurymitglieder – die der eklatanten Unterfinanzierung der freien Szene in ihren Förderentscheidungen begegnen mussten – würde dies maßgeblich unterstützen.

Probebühne im Gängeviertel e.V.

Hamburg, den 9. Februar 2015

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Das Konzept der freien  Probebühne im Gängeviertel:

Sinn und Zweck der Probebühne ist die Vernetzung von Akteuren der Hamburger off Szene(n), die sich für gesellschaftlich engagiertes Theater / Performance interessieren. Der Raum steht sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen zur Erforschung unterschiedlichster Darstellungs-, Performance und Theaterformen zur Verfügung.

Das Angebot zur Nutzung richtet sich dabei vornehmlich  an Menschen die sich außerhalb von Theater- und  Theaterausbildungsinstitutionen bewegen.  Eine Vernetzung mit bestehenden Institutionen wird jedoch zur Förderung des Austausches angestrebt.

Schwerpunkte der Gängeviertel-Probebühne liegen bei der Förderung von genreübergreifenden und interdisziplinären Arbeiten, der Arbeit in kollektiven Zusammenhängen und Chancengleichheit in der Theaterlandschaft.

Es gibt das langfristige Ziel, eine Residence für internationale TheatermacherInnen einzurichten, durch  die ein Austausch zwischen Hamburger Theatermacherinnen und den jeweiligen internationalen Künstlerinnen gefördert wird.

Eine vielfältige Nutzung des Raums für Veranstaltungen wie Workshops, Symposien, Diskussionsveranstaltungen etc. ist gleichermassen ein Ziel der Gängeviertel-Probebühne, im Vordergrund steht dabei die Möglichkeit von Projekt- und Forschungsarbeit ohne Produktionsdruck.

Zur Organisationsform:

In der Probebühnebühne organisieren sich verschiedene TheatermacherInnen und PerformerInnen, um in wechselnden Konstellationen an den unterschiedlichsten künstlerischen Projekten zu arbeiten. Die verantwortliche Person für die Organisation, Kommunikation und Disposition der Probebühne wechselt monatlich, um eine größtmögliche Partizipation aller Beteiligten möglich zu machen. Zwei mal im Monat gibt es hierfür Treffen, in welchen inhaltliche und pragmatische Anliegen diskutiert werden und das weitere Vorgehen geplant wird. Dort treffen sich TheatermacherInnen, die gerne in den nächsten Jahren zusammen arbeiten und gemeinsam im Gängeviertel ein Theater und Performancelabor etablieren wollen. Der besondere Ort Gängeviertel, an dem auch sehr viel andere Künstler tätig sind,  bieten sehr günstige Bedingungen, um interdisziplinär zu arbeiten und andere gesellschaftliche Zugänge zum Theater zu ermöglichen…

Der Stetige Zuwachs an Interessierten an diesem Netzwerk zeigt welchen Bedarf es in Hamburg für frei-organisierte Produktionsräume gibt.

Dazu ein paar aktuelle Zahlen:

Laut dem 2010 erschienenen Report Darstellende Künste verfügen 59% der Freischaffenden im Bereich Theater & Tanz nicht über Probenraummöglichkeiten, obwohl mindestens 75% von ihnen dringend einen Probenraum benötigen.

Will man hier die Lage der freien Theater- und Tanzschaffenden auf kommunaler Ebene verbessern, empfiehlt es sich (…) über die Subventionierung von Probenraumzentren nachzudenken… (Report Darstellende Künste, S. 107)

10 Antworten zu “Was ist die freie Probebühne im Gängeviertel?

  1. bla

    Schön gestaltete Internetseite !!!!!!!
    Danke Hatto

  2. Hans Viktor Kipping

    Bin 84 – thaterverrückt – gestern bei „Slam the Gong“-Thalia gewonnen.
    Möchte gern mit machen.

  3. Hans Viktor Kipping

    Danke-ich komme gern! Hans Viktor

  4. Greate pieces. Keep writing such kind of info on your page. Im really impressed by your blog.
    Hey there, You’ve performed a great job. I will certainly digg it and in my view recommend to my friends. I am sure they’ll be benefited from this web site.

  5. I am regular reader, how are you everybody? This piece of writing posted at this site is really fastidious.

  6. Hurrah! In the end I got a web site from where I be capable of actually obtain useful data concerning my study and knowledge.

  7. Wow, superb blog layout! How long have you been blogging for? you make blogging look easy. The overall look of your site is excellent, as well as the content!

  8. Christa Bonné

    Bitte entfernt meinen Kommentar auf dieser Seite-leider habe ich ohnehin auch nie eine Antwort von Euch daraufhin bekommen…
    Dankeschön!
    Christa Bonné

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s